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E-Zigarette effektivste Mittel in der Rauchentwöhnung - zeigen wissenschaftliche Studien

Ein großer systematischer Vergleich von 50 internationalen wissenschaftlichen Studien macht deutlich: Die E-Zigarette ist das effektivste Mittel in der Rauchentwöhnung

Jährlich sterben weltweit über 8 Millionen Menschen frühzeitig an den Folgen des Rauchens. 

Wer rechtzeitig mit dem Rauchen aufhört, senkt folglich das Risiko, an Lungenkrebs und anderen schwerwiegenden Krankheiten zu sterben. Trotz aller bekannten Gefahren fällt es vielen Menschen jedoch schwer, mit dem Rauchen aufzuhören.

e-zigarette-rauchstopp

Das Abhängigkeitspotential von Nikotin führt, in Kombination mit der in vielen gesellschaftlichen Bereichen immer noch allgegenwärtigen Präsenz des Rauchens, dazu, dass lediglich ein kleiner Prozentsatz aller gestarteten Versuche mit dem Rauchen aufzuhören tatsächlich auch langfristig erfolgreich ist. 

Daher erhoffen sich immer mehr Raucher mit Hilfe sogenannter Nikotinersatz-Therapien wie beispielsweise Nikotinkaugummis und -pflastern oder E-Zigaretten endlich von ihrem ungesunden Laster loszukommen. 

Doch hinsichtlich des potentiellen Nutzens und der möglichen Risiken dieser einzelnen Nikotinersatz-Therapien gibt es trotz zunehmender wissenschaftlicher Evidenz noch immer Unklarheiten, die im internationalen Vergleich auch in unterschiedlichen gesundheitspolitischen Strategien münden.

Andere Länder, andere Sitten – Was wir Deutsche von den Briten beim Thema (Nicht-) Rauchen lernen können

Während beispielsweise die Gesundheitsbehörden und Ärzte in Groß Britannien dem Dampfen von E-Zigaretten gegenüber dem Rauchen von herkömmlichen Tabakzigaretten bereits seit Jahren deutlich geringere gesundheitsschädliche Konsequenzen attestieren und diese folglich auch für einen Rauchstopp offiziell empfehlen, gab es hierzulande in der Vergangenheit immer wieder Interessensgruppen, die, unter Berufung auf den vermeintlichen Mangel an Beweisen für Wirksamkeit und Sicherheit, Zweifel an der unterstützenden Wirkung und den gesundheitlichen Vorteilen der E-Zigarette laut werden ließen.

Und wie sich nun zeigt haben diese unterschiedlichen nationalen Strategien weitreichende Folgen. Denn während im Vereinigten Königreich offiziellen Statistiken zur Folge lediglich noch 15% der Bevölkerung rauchen, greifen in Deutschland noch immer 26% regelmäßig zum Glimmstängel – laut einer aktuellen Rangliste des „Tobacco Control Scale“ belegt Deutschland damit im europäischen Vergleich den letzten von 36 Plätzen.

Bis der Nebel sich verzieht – wie eine großangelegte Meta-Studie Licht ins Dunkel zu bringen versucht

Eine aktualisierte Meta-Studie, die erstmals bereits im Jahre 2014 durchgeführt wurde, verglich nun insgesamt 50 wissenschaftliche Studien mit insgesamt 12430 Probanden, um herausfinden, ob die Verwendung von E-Zigaretten Menschen tatsächlich effektiv dabei unterstützen kann, mit dem Rauchen aufzuhören, und ob Menschen, welche E-Zigaretten zu diesem Zweck verwenden, unerwünschte gesundheitliche Konsequenzen drohen. 

Kurzer Spoiler vorweg: Diese Metastudie scheint nun die britischen Gesundheitsbehörden in ihrem Ansatz zu bestätigen und zeigt, dass die Rauchentwöhnung mit Nikotinersatz-Produkten tatsächlich effektiver ist und dass vor allem E-Zigaretten eine starke Unterstützung beim Rauchstopp versprechen. 

Bevor wir nun jedoch die zentralen Ergebnisse der Vergleichsstudie präsentieren, möchten wir zunächst noch einen kurzen Blick auf die Durchführung der Studie und den weiteren Entstehungskontext dieser vergleichenden Untersuchung lenken.

Was genau wurde also bei dem Cochrane Review untersucht? Welches Ziel verfolgte diese Studie? Und wer steht hinter dieser Untersuchung?

Zu den Hintergründen, Zielen und Akteuren der „Cochrane-Studie“

Ausführendes Organ dieser Studie war das unabhängige internationale Forschungsnetzwerk Cochrane, welches durch systematische Übersichtsarbeiten Grundlagen für die evidenzbasierte Gesundheitsversorgung schafft.

Primäres Ziel der Studie war ein systematischer Vergleich bisheriger wissenschaftlicher Arbeiten, die sich allesamt mit der Verwendung von E-Zigaretten im Kontext des Rauchstopps befassten, um die Wirksamkeit von E-Zigaretten im Vergleich zu anderen Nikotinersatztherapien zu überprüfen. 

Es sollte somit festgestellt werden, wie viele Menschen es – mit und ohne Nikotinersatztherapie – geschafft haben, mindestens sechs Monate lang mit dem Rauchen aufzuhören und ob es Menschen gab, bei denen die Nikotinersatztherapien unerwünschte Nebenwirkungen zeigten.

Hierfür wurden vornehmlich randomisiert-kontrollierte Studien überprüft, welche die Ergebnisse von E-Zigaretten und/oder anderen Nikotinersatztherapien hinsichtlich ihrer Wirksamkeit einen Rauchstopp zu unterstützen, in einem direkten Vergleich mit einer Kontrollgruppe, welche diese Verfahren nicht einsetzten, validierten. Zudem wurden auch Studien untersucht, bei welchen alle Probanden bei ihrer Rauchentwöhnung eine Unterstützung durch solche Therapien erfuhren. 

Es wurden hierbei alle bis zum Januar des Jahres 2020 zu diesem Thema veröffentlichten Studien berücksichtigt. 

Dies waren insgesamt 50 Studien mit 12.430 Probanden. Die Studien fanden in den USA (21 Studien), Großbritannien (9), Italien (7), Australien (2), Neuseeland (2), Griechenland (2) und jeweils eine Studie in Belgien, Kanada, Polen, Südkorea, Südafrika, Schweiz und Türkei statt.

In den Studien wurden E-Zigaretten - mit und ohne Nikotin - verglichen mit Nikotinersatztherapien wie Pflastern oder Kaugummis, mit Medikamenten zur Rauchentwöhnung (Vareniclin), mit psychotherapeutischer Unterstützung, sowie mit Rauchstopps ohne jegliche Unterstützung. Einige Studien testeten auch die gemeinsame Verwendung von NRT und E-Zigaretten.

Was sind nun also die zentralen Ergebnisse dieser systematischen und umfangreichen Überprüfung?

E-Zigaretten fast doppelt so effektiv wie alternative Nikotinersatztherapien

Es konnte gezeigt werden, dass es mehr Menschen schafften mindestens sechs Monate lang mit dem Rauchen aufzuhören, wenn sie Nikotinersatztherapien nutzten, als wenn sie dies nicht taten. E-Zigaretten waren das bei weitem effektivste Mittel zur Rauchentwöhnung. 

Bei Personen, die entweder keinerlei oder lediglich psychotherapeutische Unterstützung erfuhren, schafften es lediglich 4 von 100 Personen. Bei den Therapieformen, die dem Probanden weiterhin die Aufnahme von Nikotin ermöglichten (Kaugummis, Pflaster) waren es bereits 6 Personen. Der Gebrauch von E-Zigaretten wiederum führte dazu, dass es 10 Personen von 100 schafften über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten auf die Zigarette zu verzichten. Somit sind E-Zigaretten fast doppelt so effektiv in der Rauchentwöhnung wie andere Nikotinersatztherapien.

Unerwünschte Nebenwirkungen, über welche im Zusammenhang mit E-Zigaretten am häufigsten berichtet wurde, waren Hals- oder Mundreizungen, Kopfschmerzen, Husten und Übelkeit. Diese anfänglichen Gewöhnungs-Effekte nahmen jedoch mit der Zeit kontinuierlich ab und verschwanden sodann zumeist gänzlich. 

Die Autoren der Studie äußerten sich entsprechend zuversichtlich, dass E-Zigaretten mit Nikotin es schaffen würden mehr Menschen dabei zu helfen, mit dem Rauchen aufzuhören, als dies andere Nikotinersatztherapien tun könnten. 

Jamie Hartmann-Boyce, Hauptautorin der Studie sagte diesbezüglich:

[Es gibt] eindeutigere Hinweise darauf, dass elektronische Zigaretten mit Nikotin die Chancen auf einen erfolgreichen Rauchstopp im Vergleich zu Nikotinkaugummis oder Nikotinpflastern erhöhen können. […] Der wissenschaftliche Konsens lautet, dass E-Zigaretten wesentlich weniger schädlich sind als traditionelle Zigaretten, risikofrei sind sie jedoch nicht.

Warum die E-Zigarette das effektivste Mittel zur Raucherentwöhnung ist und was dies für unsere Gesundheitspolitik bedeutet

Der Grund liegt hier sprichwörtlich auf, beziehungsweise in, der Hand. Denn während Nikotinkaugummis und -pflaster lediglich den körperlichen Entzug von der Zigarette erleichtern, indem Sie der Person weiterhin Nikotin zuführen, schaffen es E-Zigaretten die Erfahrung des Zigarettenrauchens selbst nachzuahmen, so dass folglich auch die verhaltensbezogenen Aspekte substituiert werden können. 

So dürfen Raucher, die sich trotz aller bekannten Gefahren nur schwer von ihren täglichen Routinen und Angewohnheiten trennen können oder wollen, selbige durch die E-Zigarette bei erheblich reduzierter Gesundheitsgefahr weiterhin aufrechterhalten. Denn die E-Zigarette ermöglicht weiterhin ein in vielerlei Hinsicht vergleichbares Konsum- und Genusserlebnis. 

Angesichts dieser eindeutigen Erkenntnisse und der im internationalen Vergleich noch immer anhaltend hohen Zahlen von Rauchern in Deutschland gilt es nun also auch hierzulande dringend die bisherigen gesundheitspolitischen Maßnahmen zu überdenken und verstärkt an diesen neuen wissenschaftlichen Ergebnissen auszurichten. 

Somit sollte nun also auch von öffentlicher Seite der große Nutzen, welcher unzweifelhaft von E-Zigaretten im Kampf gegen den Glimmstängel ausgeht, künftig verstärkt kommuniziert werden. Es gilt Vorurteile zugunsten von Fakten fallen zu lassen und die Vorteile der E-Zigarette zu nutzen, um dem großen Schaden, der unserer Gesellschaft durch das Rauchen entsteht, effektiver entgegenzuwirken.