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Wer raucht und dampft eigentlich (E-)Zigaretten - und warum?

Welche demographischen Faktoren beeinflussen das Rauchverhalten von Menschen in Deutschland? Dieser Frage geht die aktuelle DEBRA-Studie durch eine repräsentative Haushaltsbefragung von Personen im Alter ab 14 Jahren in Deutschland nach.

Die DEBRA-Studie wurde von der Ethikkommission der Heinrich-Heine-Universität geprüft (ID 5386/R) und im Deutschen Register klinischer Studien registriert (DRKS00011322) und untersucht strukturelle Einflüsse auf den Konsum von (E-)Zigaretten.

Insgesamt nahmen aktuell bereits 12 273 Personen an der Umfrage teil. Die Studie versucht allgemeine soziodemografische Aspekte mit dem Konsum von Tabak- und E-Zigaretten zu korrelieren. Damit geht die DEBRA Studie also der zentralen Frage nach, welche strukturellen Faktoren die Wahrscheinlichkeit erhöhen ein aktiver Dampfer und/oder Raucher zu werden.

Tabakrauchen gilt als der schwerste vermeidbare Risikofaktor für Herzkreislauf, Krebs- und Lungenerkrankungen. In Deutschland sterblich jedes Jahr immer noch circa 125 000 Menschen frühzeitig durch die Folgen des Rauchens. Damit gehen ganze 13% aller Todesfälle auf Tabakkonsum zurück. Obwohl die weitreichenden gesundheitlichen Folgen des Rauchens gesellschaftlich wohl bekannt scheinen, rauchen in Deutschland derzeit laut neuesten Daten des Eurobarometers immer noch etwa 25 % der Bevölkerung in einem Alter über 15 Jahre Die Männer liegen mit 28 % noch etwas über den Frauen, bei denen es 23 % sind. Im direkten Vergleich zu anderen west- und nordeuropäischen Ländern ist der Tabakkonsum in Deutschland damit sehr hoch.

Neben jedem unbezahlbaren Einzelschicksal fallen hierdurch gesamtgesellschaftlich jedes Jahr insgesamt 79 Milliarden Euro an sozialen Kosten an, die zum großen Teil von den gesetzlichen Sozialversicherungen getragen werden und das Gesundheitssystem somit schwer belasten.

Doch welche demographischen Faktoren beeinflussen nun tatsächlich die Wahrscheinlichkeit zum Glimmstängel zu greifen?

Die Debra Studie zeigt, dass der Konsum von Tabak eindeutig mit Faktoren wie dem Geschlecht, Alter, Schulabschluss und Haushaltsnettoeinkommen zusammenhängt.

Demnach rauchen sozial schwächere Bevölkerungsgruppen häufiger und sind darüber hinaus auch weniger erfolgreich bei dem Versuch, das Rauchen aufzugeben.

Dabei korreliert der Bildungsgrad und das Haushaltsnettoeinkommen vermutlich nicht nur mit dem Konsumverhalten. Die Studie legt hingegen nahe, dass ein niedrigerer Schulabschluss und ein geringeres Einkommen sich tatsächlich kausal auf das Rauchverhalten auswirken.

Tabakrauchen hat somit eine direkte Auswirkung auf die Vergrößerung der sozialen Kluft indem es sozioökonomische Ungleichheiten in Bezug auf die gesundheitliche Lebensqualität und Sterblichkeit erhöht.

Dabei ist den meisten Rauchern die Gefahr des Rauchens wohl bekannt. Und so versuchten stolze 28,1 % der aktiven Raucher tatsächlich auch im Verlaufe des letzten Jahres mit diesem aufzuhören. Die meisten dabei jedoch ohne Erfolg.

Die am häufigsten genutzte und erfolgversprechendste Methode, um mit dem Rauchen aufzuhören ist aktuell die E-Zigarette. Ärztliche Kurzberatung oder pharmakologische Therapie wurden vergleichsweise seltener genutzt.

Die Gründe für den Konsum von E-Zigaretten sind neben der Konsumfreude durch den vielseitigen und guten Geschmack dieser Produkte und dem Preisvorteil gegenüber herkömmlichen Tabakprodukten vor allem gesundheitliche Aspekte.

Die meisten aktiven Dampfer nutzen die E-Zigarette damit aktuell um von dem unzweifelhaft größeren Laster des Rauchens wegzukommen.

Verglichen mit der E-Zigarette kommen in Deutschland kaum evidenzbasierte Methoden zur Tabakentwöhnung zur Anwendung. Insgesamt werden nur 12,5 % der Rauchstoppversuche mit diesen unterstützt. Dies stellt ein großes gesundheitspolitisches Problem dar, denn ohne diese Hilfen haben Versuche mit dem Rauchen aufzuhören oft nur geringe Erfolgsaussichten.

Nur etwa 3–5 % der Versuche sind ohne diese evidenzbasierten Hilfen langfristig erfolgreich. Dabei kostet jedes weitere Jahr aktiven Rauchens durchschnittlich 3 Monate Lebenszeit. Daher wäre es dringend erforderlich, dass auch von offiziellen Institutionen endlich mehr Unterstützung für so erfolgsversprechende Hilfen wie die E-Zigarette erkennbar würde.