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Wie gefährlich sind E-Zigaretten wirklich?

Wie gefährlich ist die E-Zigarette wirklich? Dieser Frage sind wir bereits vor einiger Zeit in einem umfassenden Artikel nachgegangen.

Der Grund des Ganzen waren wiederkehrende Schlagzeilen und scheinbar eindeutige Berichte in den Medien, die der E-Zigarette, entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnis, plötzlich ein vermeintlich großes, ja gar unkalkulierbares und tödliches Gesundheitsrisiko unterstellten.

International berichteten zahlreiche Medien von bisher unbekannten Lungenkrankheiten, die im Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA während der letzten Monate auftraten. Von einer Epidemie war an einigen Stellen gar die Rede.

Lokale Probleme durch globale Technologie - ein logisches Problem, das niemanden verwundert

Die E-Zigaretten-Technologie ist seit nunmehr über zehn Jahren global verbreitet. Dass die genannten Vorfälle sich jedoch, trotz Millionen von aktiven Dampfern weltweit, ausschließlich auf eine vergleichsweise kleine Region, nämlich auf einzelne US-Bundestaaten begrenzten, schien dabei zunächst niemanden zu interessieren. Die E-Zigarette wurde stattdessen einfach per se kritisiert, an einigen Stellen gar verteufelt, ohne zu hinterfragen, welche genaueren Konsumkontexte das offensichtliche Gesundheitsrisiko in den USA tatsächlich entscheidend mitbestimmten.

Sensationsjournalismus statt seriöser Berichterstattung. Dennoch verunsicherten die sich über Wochen wiederholenden Nachrichten weltweit Millionen von E-Zigaretten Nutzern und Interessenten.

Viele wechselten gar aus Angst zurück zur herkömmlichen Tabakzigarette. Die Umsätze der E-Zigaretten Branche gingen zwischenzeitlich vielerorts stark zurück.

Politik reagiert voreilig auf Falschmedlungen und verschlimmert Situation

Voreilige politische Reaktionen, prominente Statements öffentlicher Personen und zunehmende juristische Regulierungen verliehen der mangelhaften Berichterstattung dabei noch zusätzliche Legitimität und zeigten so auch auf institutioneller Ebene weitreichende negative Auswirkungen, welche aus gesundheitspolitischer Sicht die Situation drastisch verschlimmern könnten.

Während in einigen Ländern lediglich stärkere Einschränkungen in der Verfügbarkeit von einzelnen E-Zigaretten Produkten debattiert wurden, verbannten andere Länder, beispielsweise auch Indien, kurzerhand gar durch ein umfassendes Verbot alle E-Zigaretten von den nationalen Märkten. Politisches Ziel ist es gegen die vermeintlichen Gefahren von E-Zigaretten vorzugehen. Das damit erzielte gesundheitspolitische Resultat jedoch ist etwas grundlegend Anderes. Nämlich de facto eine klare Verschlechterung der Verfügbarkeit evidenzbasierter Technologien zur Raucherentwöhnung.

Die mediale Desinformation, welche teils auch von Lobbyinteressen durchdrungen schien, zeigte damit weitreichende realpolitische Auswirkungen. Denn eine undifferenzierte Verteuflung der E-Zigarette ist aus gesundheitspolitischer Sicht ein großes Risiko.

E-Zigarette - gesündere Alternative und effektivste Raucherentwöhnung

Die E-Zigarette ist übereinstimmenden unabhängigen wissenschaftlichen Studien zur Folge um 95 Prozent weniger gesundheitsschädlich als die herkömmliche Tabakzigarette. Zudem ist die E-Zigarette das mit Abstand effektivste Mittel zur Raucherentwöhnung.

Eine undifferenzierte Berichterstattung, welche die E-Zigarette per se disqualifiziert, ohne auf die genauen Hintergründe zu achten, nimmt somit Millionen von Rauchern die Möglichkeit ihre Sucht durch eine zweifelsfrei gesündere Alternative zu substituieren.

US Gesundheitsbehörde: Straßendrogen ursächlich für Lungenerkrankungen in den USA

Doch nun scheint in Bezug auf die bedauerlichen Vorfälle in den USA langsam immer mehr Licht ins Dunkel zu kommen. Das Center for Disease Control and Prevention (CDC), eine staatliche Gesundheitsbehörde, die der Food and Drug Administration (FDA) in den USA untersteht, hat nach intensiver Überprüfung der aufgetretenen Fälle in den USA nun ein vorzeitiges Ergebnis vorgestellt.

In monatelanger Arbeit analysierten die forschenden Ärzte und wissenschaftlichen Mitarbeiter der US-Gesundheitsbehörde, wie es in den USA – und zwar ausschließlich dort – zu derart schweren und bis dato  unbekannten Lungenkrankheiten kommen konnte.

Nun scheint endlich Klarheit in die Sache zu kommen. Insgesamt wurden 29 erkrankte Patienten aus zehn US-Bundesstaaten untersucht.

Der Übeltäter ist gefunden: Bei allen 29 untersuchten Personen wurde schließlich in der Lungenflüssigkeit Vitamin-E-Azetat nachgewiesen.

Hierbei handelt es sich um ein synthetisches Vitamin-Derivat, welches im Körper zu Vitamin E umgewandelt wird und vor allem prominent bei der Produktion von Kosmetika zum Einsatz kommt. Eigentlich gesundheitlich unbedenklich, kommt es durch Vitamin-E-Azetat, sobald dieses erhitzt und inhaliert wird, zu gefährlichen Entzündungen der Atemwege und folglich in der Lunge zu einer starken Reduktion der Fähigkeit zur Sauerstoffaufnahme.

Das flüssige Vitamin-E-Azetat wurde vermutlich vor allem in illegal für den US-amerikanischen Schwarzmarkt produzierten, THC-haltigen Liquids zu deren Verdünnung verwendet.

Dank TPD2: Risiko in Deutschland nicht gegeben

Die Fälle in den USA machen deutlich, wie gefährlich illegal produzierte und verunreinigte Flüssigkeiten zum Verdampfen sind. An dieser Stelle wird auch die Wichtigkeit staatlicher Kontroll- und Regulierungsmechanismen erkennbar. In Europa gilt bereits seit 2016 die verbindliche europäische Richtlinie für Tabakerzeugnisse TPD2. 

E-Zigaretten und Liquids werden seither vor ihrer Markteinführung in der EU strengstens auf eine Vielzahl von Richtlinien geprüft. Jedes Produkt muss sich mindestens sechs Monate vor der Markteinführung strengen Qualitätskontrollen unterziehen, bevor dieses schließlich für den Verkauf freigegeben wird.

In Deutschland und Europa ist eine gesundheitliche Gefahr, wie sie in den USA erkennbar wurde, entsprechend ausgeschlossen.

Dies gilt es nun angesichts dieser neuen Erkenntnisse der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC mindestens ebenso publik zu machen wie vorher die Falschmeldungen, damit rauchende Menschen wieder eine faire Chance haben, sich faktenbasiert über Risiken und Nebenwirkungen ihres Tabakkonsum sowie hinsichtlich möglicher Alternativen zu informieren.