So holst Du das beste Aroma aus Deiner E-Zigarette!

Der Geschmack beim Dampfen - die ewige Jagd

Einer der vielen Gründe, warum immer mehr Raucher den stinkigen Tabakzigaretten Adieu sagen und stattdessen zur E-Zigarette greifen, ist die unglaubliche Bandbreite an zur Verfügung stehenden Liquids in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Von Menthol über Kirsche, von Käsekuchen über Tomate - mittlerweile gibt es kaum ein Aroma, das nicht seinen Weg ins Liquidfläschchen gefunden hätte. 

Doch nicht immer werden die Erwartungen an den Geschmack der E-Zigarette auch erfüllt. Woran liegt das? Aroma ist Aroma, oder? Weit gefehlt! Beim Geschmack des Liquids kommen zahlreiche Faktoren zusammen, die starken Einfluss auf die Geschmacksentwicklung nehmen: 

  •  Das gewählte Aroma des Liquids 
  • Die verwendeten Materialien im Verdampferkopf
  • Der Verdampfer der E-Zigarette
  • Die Nikotinstärke des Liquids
  • Die Einstellungen (Wattzahl / Temperatur) der E-Zigarette
  • Die Zugtechnik - Lungendampfen oder Backendampfen?
  • Fertigverdampfer oder Selbstwickler / Tröpfelverdampfer

 

Und selbst das tägliche Geschmacksempfinden kann sich ändern. So gibt es Dampfer, denen das eine Liquid morgens schmeckt - aber abends nicht einmal in die Nähe der Dampfe kommen darf. Geschmack und Dampfen ist ein komplexes Thema, allerdings keines, für das man vorher Atomphysik studiert haben muss. Jeder kann das (subjektiv) beste Aroma aus der E-Zigarette herauskitzeln - und wir wollen einige Tipps geben, wie! 

Das gewählte Aroma 

Ein Liquid besteht grundsätzlich aus nur sehr wenigen Zutaten: Propylenglykol (PG), Vegetable Glycerin (VG), ggf. Nikotin und das Aroma. Nun gibt es aber natürlich sehr verschiedene Aromen, die für E-Zigaretten genutzt werden. So kann Erdbeer von dem einen Anbieter süß, saftig und fruchtig schmecken und bei einem anderen Liquidhersteller auf einmal künstlich und sauer. Hier kommt es natürlich ganz auf deine Experimentierfreude an, wie viele Liquids du probierst, bist du für dich einen Favoriten herausgefunden hast. 

Welche Coils für besten Geschmack? 

Der Coil ist "where the magic happens" - wo dein Liquid in Dampf umgewandelt wird. In den klassischen Coils wurde dafür noch eine Kombination aus Heizdraht und Glasfaser genommen. Und wer damals schon selbst gewickelt hat, erinnert sich sicherlich noch an die Versuche, der Glasfaser ihren eigentümlichen Eigengeschmack zu nehmen, beispielsweise durch Auskochen oder Abflämmen. 

Heute sind die Coils da etliche Stufen weiter und nutzen innovative Materialien, die keinerlei Eigengeschmack haben und dementsprechend den Geschmack des Liquids perfekt wiedergeben können sollen. Ganz vorne dabei sind Coils mit Keramik, denn neben der Tatsache, dass sie reinen Geschmack liefern können, halten sie auch länger als herkömmliche Coils. Und auch Verdampferköpfe mit Bio-Watte werden immer wieder gern genutzt, um einen guten Geschmack in der E-Zigarette zu gewährleisten.

Dein Verdampfer verändert den Geschmack 

Vielleicht hast du auch schon selbst beobachtet, dass dir das eine Liquid in Verdampfer A ganz anders schmeckt als in Verdampfer B. Das liegt an den verschiedenen Funktionsweisen der Atomizer. Generell kannst du dabei zwischen "warmen" und "kalten" Verdampfern unterscheiden. Liegt der Verdampferkopf bzw. der Coil weit oben in der Nähe des Mundstücks, hat der Dampf nicht genug Zeit sich abzukühlen und dementsprechend warm kommt er aus dem Drip Tip heraus. Liegt der Verdampferkopf am Boden des Tankverdampfers, kann er heruntergekühlt werden und ist demzufolge nicht so warm. 

Generell sagt man, dass sich Verdampfer, die warmen Dampf produzieren, besonders gut für süße Liquids und Kaffee-Liquids (Cappuccino, Latte Macchiato, etc), für Vanilliges und Co. eigenen. Also quasi alles, was man auch "in Echt" warm verzehren würde. 

Kühler Dampf kommt hingegen besonders gut bei frischen, fruchtigen, sauren oder mentholigen Liquids. 

Aber natürlich kommt es hier am Ende des Tages auch wieder ganz allein auf deine persönlichen Vorlieben an! 

Watt, TC, Bypass - die Einstellungen deiner E-Zigarette kitzeln das Aroma

Die meisten Akkuträger haben heute die Möglichkeit, in verschiedenen Modi zu operieren. Vom klassischen Wattmodus bis hin zu den innovativen Temperaturkontroll-Modi (TC), sie alle haben direkten Einfluss auf das Aroma des Liquids in deiner E-Zigarette. Auch hier liegt es an dir, deinen persönlichen "Sweet Spot" zu finden, an dem alles stimmt: die Menge an Dampf und der Geschmack. 

Hat die Nikotinstärke Einfluss auf den Geschmack beim Dampfen? 

Auch wenn man es kaum glauben mag: ja! Beziehungsweise hat die Menge an Nikotin im Liquid Einfluss darauf, wie hart oder weich sich der Throat Hit auswirkt. Darunter versteht man das Gefühl, welches man hat, wenn der Dampf in die Lunge gesogen wird. Je mehr Nikotin im Liquid ist, desto "härter" fühlt sich der Dampf an und dementsprechend schmeckt das Liquid dann auch anders. Je niedriger der Throat Hit ausgeprägt ist, desto mehr Geschmacksnuancen kannst du also erschmecken - hauptsächlich, weil du nicht damit beschäftigt bist, dir die Seele aus dem Leib zu husten.

Lungendampfen oder Backendampfen - wo jubiliert das Aromaempfinden? 

Mittlerweile sind Subohm E-Zigaretten, bei denen der Widerstand der Verdampferköpfen bei unter 1,0 Ohm liegt, von einer Randerscheinung schon fast zum Standard geworden. Bei den meisten davon ziehst du den Dampf direkt auf Lunge ein - und zwar in Massen. Subohm-Geräte sind dafür bekannt, wahre "Cloudchaser" zu sein. Doch kannst du dabei wirklich den Geschmack genießen? Sagen wir es mal so: der Geschmack hierbei steht eher im Hintergrund. 

Geschmacksliebhaber bevorzugen deshalb meist das etwas gemächlichere Dampfen mit normalohmigen Verdampfern, bei denen man den Dampf erst in den Mundinnenraum und dann auf Lunge zieht. Hierbei kann sich das Aroma des Liquids optimal entfalten, und du kannst auch feinere Nuancen erschmecken.

Die Geschmacksexplosion - der Tröpfelverdampfer

Neben den Fertigverdampfern gibt es natürlich noch die Selbstwickler, und da stehen beim Thema "Dampfen und Geschmack" natürlich die Tröpfelverdampfer an vorderster Front. Mit diesen Selbstwicklern tröpfelst du das Liquid direkt auf den Verdampferkopf und bekommst so natürlich ein besonders ausgereiftes Aroma. Allerdings sind Selbstwickler und Tröpfler nicht unbedingt was für Anfänger, sondern eher für erfahrene Dampfer, die über eine ordentliche Portion Experimentierfreude verfügen. Hier findest du eine Anleitung zum Selbstwickeln!   

Fazit: Die Jagd geht weiter! 

Schaut man sich all diese Faktoren an, die direkten oder indirekten Einfluss auf den Geschmack deines Liquids nehmen, wird schnell klar: einen allgemeingültigen "besten Geschmack" kann es gar nicht geben! Aber das bedeutet natürlich nicht, dass du nicht für dich das leckerste Liquid finden könntest. Im Gegenteil! Ein bisschen macht die Jagd nach dem "einen Liquid der Liquids" ja auch den Reiz des Dampfens aus: die Möglichkeit, immer wieder etwas Neues auszuprobieren, neue Geschmacksrichtungen kennenzulernen oder gar eigene Kreationen zu mixen. 

Und am Ende des Tages gilt auch für das Aroma beim Dampfen: über Geschmack lässt sich einfach nicht streiten!

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